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Think wired! Der DENTRY DentalKongress Ruhr versteht sich als interdisziplinäres Innovationsforum für Zahnmediziner, Zahntechniker und Ingenieure. Dabei liegt die Motivation von Teilnehmern, Referenten und Veranstaltern auf der Hand: In der beruflichen Praxis sind es neben dem individuellen Know-how die Schnittstellen, die für ein gelungenes Behandlungsergebnis im Sinne der Patienten perfekt ver"zahnt" sein müssen. Seinen Teilnehmern bietet der DENTRY eine zertifizierte Fortbildung, in der Trends und Know-how anschaulich vermittelt und Perspektiven im Dentalmarkt aufgezeigt werden.
Die Themenschwerpunkte für den DENTRY 2013 lauten:
- Fehleranalyse und Optimierungspotenziale an der Schnittstelle Zahnmedizin-Zahntechnik
- Neue Materialien und Verfahren
- Neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der zahnärztlichen Restaurationen (Herbstsymposium der Universität Witten/Herdecke)
- Verleihung des 1. DENTRY-Awards für innovative Kooperation zwischen Praxis und Labor
Als Kongress der „kurzen Wege" findet der DENTRY im Herzen des Ruhrgebietes statt. Angeschlossen an die Universität Witten/Herdecke mit ihrem international renommierten Studiengang der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bietet das moderne Forschungs- und Entwicklungszentrum das richtige Ambiente für eine innovative Fortbildungsveranstaltung.
Zahnmediziner erhalten für die Teilnahme voraussichtlich 8 Fortbildungspunkte gem. ZÄKWL.
Nachbericht DENTRY 2012:
Die Abbildung der kompletten digitalen Prozesskette von der Behandlungsplanung bis zur bildgebungsunterstützten Implantatnavigation und der Produktion von Zahnersatz waren das Thema des 2. DENTRY DentalKongress Ruhr. Herstellerunabhängig wurden neueste Entwicklungen vorgestellt, diskutiert sowie auf ihre zukünftige Relevanz für die Versorgung und auch mit Blick auf die Kostenoptimierung im Gesundheitssystem bewertet.
Im ersten Forum „Neue Materialien und Verfahren" unter Leitung von Prof. Haßfeld (Klinikum Dortmund und Universität Witten/Herdecke) und ZTM Jürgen Sieger (Zahntechniker-Innung Arnsberg) gab Prof. Frentzen (Universität Bonn) einen Einblick in die visionäre Welt der Ultrakurzpulslaser-Technologie, mit der es möglich ist hochpräzise sowohl Zahnsubstanz am lebenden Patienten, als auch an zahntechnischen Werkstücken abzutragen – und das ohne thermische Auswirkungen auf die Umgebung. Hans Raapke (Dentel Inside) zeigte die Eigenschaften von Aluminium gegenüber Titan und anderen Materialien zur Herstellung von Bohrschablonen im digitalen Workflow auf: medizinisches Aluminium ist sehr gut und schnell fräsbar, kann grazil gestaltet werden, ist während der OP hochstabil und vor allem autoklavierbar bei 134 Grad.
Unter der Überschrift „Prozessoptimierung im digitalen Workflow" moderierten Prof. Jochen Jackowski (Universität Witten/Herdecke) und ZTM Jürgen Sieger den zweiten Themenblock. Dr. Blum (Bad Ems) stellte verschiedene Verfahren der Implantatnavigation mit ihren Chancen und Risiken vor. Sein Resümee: Gegenüber der freien Implantation, wird beim Voll Guide Verfahren die beste Übereinstimmung zwischen Planung und tatsächlicher Implantat Position erreicht. Das von Olaf Glück (XPlus3) vorgestellte Digitale Backwardplanning ermöglicht eine den Wünschen der Patienten entsprechend planbare und reproduzierbare Ästhetik in der Implantatprothetik. Prof. Piwowarczyk (Universität Witten/Herdecke) kam in seinem Vortrag über digitale Abformverfahren zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der digitalen Abformung grundsätzlich mit denen der konventionellen Abformung vergleichbar sind, der„Randschluss" bei der digitalen Variante sogar genauer ist. Die dynamische Okklusion, so Dr. Weihe (DDI Group Dortmund), ermöglicht die funktionelle Gestaltung der Kauflächen bei der Planung des Zahnersatzes. Sein Freecorder ermöglicht eine patientenindividuelle Darstellung von Kaubewegungen und deren Integration in die Fertigung des Zahnersatzes. Dr. Steveling (Gernsbach) stellte CAD/CAM-Techniken vor, die die digitale Fertigung von individuellen Abutments und zementfreien Kronen ermöglichen, die ideal an das Zahnfleisch des Patienten angepasst sind.
Veränderungen im Arbeitsprozess erfordern zwingend eine Anpassung der Ausbildung. Folgerichtig beschäftigte sich das dritte DENTRY-Forum mit den Chancen neuer Ausbildungsgänge und den Veränderungen im Ausbildungsprozess. ZTM Heinrich Wenzel (Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen) berichtete über die kontinuierliche inhaltliche Anpassung der Zahntechnikerausbildung an den Stand der Technik. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLUs) stellen unabhängig vom Ausbildungsbetrieb die Vermittlung von CAD/CAM-Techniken sicher, um eine enge Verzahnung mit der klassischen Arbeitsweise zu gewährleisten. Um Implantate für alle bezahlbar zu machen, ist aus Sicht von Dr. Sachs (Graf Lambsdorff & Compagnie) die „Industrialisierung" der Zahntechnik unabdingbar und wird mit einer Akademisierung des zahntechnischen Berufes einhergehen. Beteiligte müssen zukünftig teamorientierter zusammenarbeiten, wobei das handwerkliche Wissen unverzichtbar bleibt. Abschließend hielt Prof. Weigelt (SRH Hamm) ein Plädoyer für den akademischen Zahntechniker und stellte den seit 2008 existierenden Studiengang Dentaltechnologie mit dem Abschluss Bachelor of Science als eine Hightech-Disziplin in der Zahnheilkunde vor. Prof. Opitz (SRH Hamm) zeigte Studieninhalte und Berufsperspektiven der Absolventen auf. Ab 2013 wird an der SRH Hamm der Fernstudiengang Dentalwirtschaftsingenieur angeboten.
Die Veranstalter ZBZ Witten und der regionale Branchenverband MedEcon Ruhr zeigten sich mit dem 2. DENTRY äußerst zufrieden: „Die lebhafte Diskussion im Abschlussplenumunterstreicht den Kommunikationsbedarf aller am digitalen Workflow Beteiligten und den gemeinsamen Wunsch diesen Prozess im Sinne des Patienten zu optimieren. Mit dem Kongressformat DENTRY wollen wir auch 2013 wieder die Gelegenheit zur Vernetzung der beteiligten Berufsgruppen bieten." so Leif Grundmann von MedEcon Ruhr. Die rund 180 Teilnehmer setzten sich zu etwa gleichen Teilen aus Zahnärzten und Zahntechnikern zusammen.
Begleitet wurde der Kongress durch eine Industrieausstellung der Firmen Amann Girrbach GmbH, Astra Tech GmbH, Digital_Dental.NEWS, NWD Gruppe, PraxisHochschule i.G. und SICAT GmbH& Co. KG, Si-Tec GmbH, StarMed, Verband medizinscher Fachberufe e.V., Wieland Dental + Technik GmbH &Co. KG, in der aktuelle Produktinnovationen präsentiert wurden.
Gruppenfoto von Kongressfakultät und Veranstaltern: v.l.n.r.: Leif Grundmann (MedEcon Ruhr GmbH), Ralph Hiltrop (ZBZ Witten GmbH), ZTM Jürgen Sieger (Zahntechniker-Innung Arnsberg), Sonja Leidemann (Bürgermeisterin der Stadt Witten), Prof. Stefan Zimmer (Universität Witten Herdecke), Klaus Völkel (ZBZ Witten GmbH), Prof. Jochen Jackowski (Universität Witten Herdecke), Prof. Stefan Haßfeld (Klinikum Dortmund und Universität Witten/Herdecke), Dr. Stephan Weihe (DDI Group Dortmund). Foto Jörg Fruck
Nachbericht DENTRY 2011:
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